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Ein Leben ohne sie ist möglich...

Aktualisiert: Jan 5



Foto von Cloud 7




.... aber nicht erstrebenswert.


Dass unsere Haustiere uns glücklich machen, wissen wir.

Ja, sie bringen Dreck herein. Sie kosten eine Menge Geld. Manchmal auch Nerven. Sie schränken die eigene Beweglichkeit und Spontanietät ein.


Das ist es wert.


Ich bin gerade versucht, hier eine Lobhudelei über meine Haustiere anzustimmen (auch über meine beiden Kätzchen, die inzwischen die Himmelsmäuse jagen) - aber das soll nicht Sinn und Zweck dieses Blogposts sein.

Nicht, dass Missverständnisse aufkommen: meine Barsoi sind die weltbesten Hunde. Und ich weiß, dass Ihr Hund oder Ihre Katze auch der/die weltbeste ist und das muss auch so sein. ;-) 


Ebenso könnte ich hier über Tierschutz schreiben. Ein ganz weites Feld, dem ich nicht gerecht werden könnte. (Möglicherweise traue ich mich zu einem anderen Zeitpunkt an dieses Thema heran, wenn ich mit der Bloggerei ein wenig vertrauter bin. Wir haben da viel zu tun.)


Nein, heute will ich mich einem Thema widmen, das meiner Kernkompetenz (ach, für solche Worte hassliebe ich meine Muttersprache) entspricht: dem Design.



Möbel für die lieben Vierbeiner


Hund und Katze bringen ein paar Möbel mit, wenn sie bei uns einziehen (und auch etlichen anderen Kram, von dem sie höchstens die Hälfte wirklich brauchen):

ein Bettchen oder Körbchen, Näpfe, eine Kratzgelegenheit, eine Toilette (oder auch zwei).

Je nach Größe auch eine Transportkiste oder - tasche und wahrscheinlich auch ein paar Decken. Leinen, Bürsten, Pflegeartikel, Apotheke, Spielzeug etc. lasse ich heute mal aussen vor.


(Werbung, unbeauftragt, da Nennung von Produkten und Herstellern.)







Tink, aka Mäuschen (die weltbeste Hündin)




Als unsere Kätzchen bei uns einzogen - das ist nun fast 25 Jahre her - bin ich das erste Mal in ein Zoofachgeschäft gegangen. Damals habe ich mich schon sehr darüber amüsiert, dass auf den Näpfen, Körbchen und Decken gerne halbverweste Fische oder Käsestücke abgebildet waren - das wäre ja so, als würden wir ein Wiener Schnitzel oder einen Gemüseauflauf auf unsere Bettwäsche drucken.

Dieses "Design" hält sich standhaft bis heute.

Auch Näpfe in Katzenkopfform sind immer wieder gerne dabei. Als hätten wir Weingläser in Form eines Schädels. Und warum auf Gefäßen für Futter immer diese Knochen-Aufdrucke sein müssen, ist mir ein Rätsel.


Ja, natürlich - die Sachen werden für Menschen produziert, unseren lieben Vierbeinern ist das herzlich egal. (Das ist auch mit ein Grund, warum wir sie so lieben: es ist ihnen schnurz, wie wir oder unser Haus aussehen.) Aber mir ist es wichtig, wie es in meinem Zuhause aussieht - und es mindert die Liebe zu meinen Tieren nicht im Geringsten.

Es ist nämlich ein Unterschied, ob ich ein Tier zum Herumzeigen und Ausstaffieren habe (das ist es wieder, das Tierschutzthema) oder meinem Liebling ein Körbchen kaufe, dass bequem und schön ist. Wenn man sich für Design interessiert, heißt es nicht, dass ich andere Aspekte vernachlässige.  


Dass beides geht, zeige ich Ihnen heute hier. Inzwischen gibt es nämlich ein paar Hersteller, die das können: schön und gut.



Foto von Cosy Beds



Beginnen möchte ich mit Cosy Beds von Ines Gofferje, die nach vergeblicher Suche nach einem passenden Bett für ihren Galgo selbst eines entwickelte.


Möglicherweise lässt das mein Herz ein wenig schneller schlagen, weil ich selbst zwei Windhunde habe und die sind bekanntermaßen ein wenig speziell (wie natürlich alle andere Hunderassen auch).

Windhunde sind im Haus Weltmeister im Couchpotatoing. Sie sind ruhig, geradezu tiefenentspannt und können etliche Stunden damit verbringen, sich ihrem Schönheitsschlaf zu widmen. (Was nicht dazu verleiten sollte, diese wunderbaren, sanften Geschöpfe im Wald von der Leine zu lassen - kommt ein Häschen in Sicht, erwacht die Bestie und das war's mit dem Häschen (von schüchterner Schönheit zur wilden Jägerin dauert bei Tink gerade mal o,5 Sekunden).


Da Windhunde einen sehr "trockenen" Körperbau haben, sprich: kein Fett auf den Rippen, bevorzugen sie ein superkuscheliges Bettchen. Gerne ein echtes, aber zur Not tut es auch das Sofa. (Deswegen liebe ich das Bild oben. Der hübsche Goya im Hintergrund hat es geschafft, den Premiumplatz zu erobern.

Der Cosybed-Donut ist extra soft und kuschelig. Im Inneren wird ein PUR-Schaum verwendet, der sich für Matratzen schon bewährt hat, da er über eine höhere Punktelastizität und längere Haltbarkeit bei Feuchtigkeit und Wärme verfügt.




Foto von Cosy Beds


Die Donuts gibt es in diversen Größen - auch für die großen Hunde - und vielen verschiedenen Bezügen, da ist für jeden Stil etwas dabei. Die Bezüge sind natürlich abnehm- und waschbar und auch einzeln zu bekommen.

 

Und dass sie extrem gemütlich sind, sieht man den Hunden an, oder? Nicht nur die oft "frostküddeligen" Windhunde finden das Bett kuschelig. Sie selbst dürfen sich gerne auch  dazugesellen:



Foto von Cosy Beds


Auf der Website sind viele Bilder von schlummernden Hunden; ich könnte mir das stundenlang anschauen, nicht nur, weil viele Windhunde dabei sind, von denen ich einige sogar persönlich kenne. Es finden sich in Ines' "Dog's Inn" nicht nur die Cosybeds, sondern auch noch allerlei andere hübsche Dinge für (Wind-)Hunde:


look here!








Wer es ein wenig geradliniger mag, ist bei MiaCara sehr gut aufgehoben.

Ich bin vor Jahren auf einer Messe auf diesen Hersteller aufmerksam geworden und finde es toll, wie sich das Spektrum inzwischen erweitert hat.

Und damit diejenigen unter Ihnen, die eine Katze als Mitbewohner haben (und Katzen sind so tolle Mitbewohner), nicht eine allzu lange Durststrecke habe, fange ich mit der Kollektion "Gatto" an:


Was eine anständige Mieze ist, muss sich regelmäßig um die "Pfotiküre" kümmern. Wenn Sie Ihr Sofa lieben, bieten Sie Miezi eine Möglichkeit, an der sie ihre Krallen wetzen kann. Dass Sie diese unsäglichen Dinger aus dem Zoohandel nicht in Ihrem Wohnzimmer dulden (alleine dieser fiese gelb-beige Plüsch!), ist mehr als verständlich.

Zum Glück gibt es Alternativen:




Fotos von MiaCara




Das Kratzpaneel "Volto" kann sich auch als Wandgestaltungselement allein durchgehen. Es hat einen fein gearbeiteten Alurahmen, in dem ein auswechselbarer Kratzfilz sitzt. Möglicherweise hilft diese Art der Gestaltung auch, es ein wenig attraktiver für die Samtpfoten zu machen: es sieht nämlich nicht so aus, als dürfe Miez es ankratzen. Und wir wissen ja: alles, was tabu ist, ist noch reizvoller.


Auch die Klettertürne können sich sehen lassen:




Fotos von MiaCara


Der Kletterturm "Torre" bietet das, was die Samtpfoten suchen und mögen: erhöhter Schlaf- und Aussichtsplatz, Kratzmöglichkeit und Kuschelhöhle. Und ist dabei so schlicht, dass es sich jedem Ambiente anpasst.


Wer ein bisschen mehr Platz abgeben will, kann mit "Albergo" ein Kletterrefugium bauen. Sie können vielfältig kombinieren und es den Bedürfnissen Ihres Stubentigers und Ihrem ästhetischem Empfinden anpassen. Auch das Material entspricht unserer modernen Wohnwelt.

Das ist nun endlich mal ein Kratzmöbel, dass sich nicht im Hauswirtsschaftsraum oder an der Kellertür verstecken muss, sondern im Wohnzimmer stehen darf (denn wir wollen die Tiger ja bei uns haben). Die Auszeichnung "German Design Award 2017" hat sich RSW wohl verdient.


Von solchen Tiermöbeln möchte ich gerne mehr sehen.  







Kleines Seitenthema: eine Katzentoilette ist in der Regel auch kein schönes Ding. Da man nicht drumherum kommt (und wenn möglich, sollte nicht nur eine Toilette zu Verfügung stehen), ist es sinnvoll, hier in ein hochwertiges und schönes Element zu investieren.

Diese hier finde ich toll:



Foto von MiaCara



Die Litterbox "Sito" ist aus Alu.

Zwar muss der ganze Papp-Einsatz für die Katzenstreu nach ca. 14 Tagen komplett erneuert werden, da aber eine Kunststoffschale (das übliche Material) durch die Benutzung stark zerkratzt wird, wodurch sich alles mögliche Ungesunde darin sammeln kann, habe ich unsere Katzentoiletten regelmäßig komplett erneuert. Das ist deutlich mehr Abfall.


Foto von MiaCara



Der German Design Award 2019 war die Belohnung für diesen schönen Entwurf. Herzlichen Glückwunsch an den Designer-Kollegen Mathias de Ferm!








Das war ein kleiner Exkurs - ich hoffe, Sie sind noch bei mir. (Außerdem konnte ich den Katzenfotos nicht widerstehen. Wann hat eine Designerin schon mal die Möglichkeit, ungestraft Katzenfotos hochzuladen?)








Ich mag auch die Kollektion von Cloud 7 sehr gerne.

Das Hundebett "Sleepy" hat die von meinen beiden favorisierte Form. Es ist ja nicht so, dass sie keine Auswahl hätten (was sie nicht davon abhält, sich bei allen Leuten, die uns begegnen, so zu benehmen, als wären sie fürchterlich unterkuschelt und müssten allein im dunklen Keller und auf kaltem Beton schlafen).


Sie fühlen sich darin geborgen, legen gerne mal den Kopf auf die Umrandung (da kommt der Hundeblick einfach am besten zur Geltung) oder rollen sich ein. Besonders Greystoke liebt das. Wehe, seins ist in der Wäsche.




Foto von Cloud 7



Was ich besonders an der Kollektion mag, sind die Details:

Ledergriffe oder ordentlich angenähte Schlaufen, an denen man so ein Bett auch gut bewegen kann. Das mag für ein mopsformatiges Kissen nicht so wichtig sein, wenn man aber einen größeren Fiffi hat, ist sein "Bettchen" unhandlich und dann hilft das enorm beim täglichen Staubsaugen (apropos: wenn jemand einen wirklich guten und leisen Staubsauger kennt, darf sie sich gerne bei mir melden).




Fotos von Cloud7



Auch die Stoffauswahl ist toll. Ja, es sind Bezüge dabei, die ein kräftiges Waschen nicht so gerne haben. 60 Grad Wäsche ist gut - aber manchmal muss es eben Kompromisse geben und bisweilen darf das auch zugunsten der Optik ausfallen.



Fotos von Cloud 7



Nicht jeder von uns ist supermodern eingerichtet, sondern mag es ein wenig weicher, ohne gleich in Rosamunde-Pilcher-Kitsch abzudriften. Ein Karo- oder Fischgrätenmuster sind für eine klassische Einrichtung der passende Look.

Auch das geflochtene Hundebett gefällt mir gut (ja, ich träume von einer Ferienwohnung am Meer).

Und dass die Bezüge einzeln abnehmbar sind, ist ein großer Vorteil, wenn sie gewaschen und nachher wieder aufgezogen werden; das ist einfach handlicher.




Foto von Cloud7




Für Vierbeiner, die sich weniger einmummeln, aber gerne einrollen möchten, ist so ein Kissen "Macaron" ein feine Sache. Tink liebt so etwas für draußen (es könnte ja ein tollkühnes Häschen in unseren Garten hoppeln und für solche Fälle muss die Sicht immer gewährleistet bleiben.)

Es ist nicht bloß ein Kissen, sondern hat eine kleine Eindellung in der Mitte, was es gemütlicher macht.





Das "Moon" ist den Boxspringbetten nachempfunden und ganz offensichtlich bequem. Ich finde das optisch sehr gelungen und auch unter dem Aspekt der Pflege gut (mutmaßlich wird das untere Kissen nicht ganz so oft in die Waschmaschine müssen).


Und - psssst - die sind gerade im Ausverkauf, vielleicht haben Sie ja Glück und eines passt für Ihren vierbeinigen Freund.



Fotos von Cloud7




Sie finden in der Collection nicht nur Hundebetten, sondern auch Spielzeug, Halsbänder und Leinen, Decken, Pflegeartikel etc. Ein Blick lohnt sich.







Ich bin gerade selbst überrascht, dass ich Ihnen doch eine hübsche Auswahl zusammenstellen konnte. Das war vor fünf Jahren noch nicht so. Offensichtlich hat es sich herumgesprochen, dass ein schönes Haus und ein Haustier nicht unvereinbare Gegensätze sind. Und dass es sinnvoll ist, ein wenig mehr Geld auszugeben. Nicht nur, dass ein hochwertigeres Innenleben für Ihr Tier gut ist, sondern auch, dass Reißverschlüsse, Bezugstoffe und Nähte die häufigen Wäschen überleben oder zu ersetzen sind.






Greystoke, aka "das Stöckle" (der weltbeste Rüde)









Das Stöckle (warum er so genannt wird, erzähle ich ein anderes Mal) liebt diese Form:


Und ist damit in guter Gesellschaft.



Dieses klassische Bett gibt es auch bei MiaCara. Sie finden hier andere Dimensionen und Stoffe als bei Cloud 7, so dass Sie die Qual der Wahl haben. Leider ist auch hier für die ganz großen Hunde nichts dabei. Ich weiß - die sind selten, aber es wäre trotzdem schön, wenn wenigstens für zwei oder drei Möglichkeiten  angeboten würde.




Alle drei Bilder von MiaCara









Wenn Sie auf der Suche nach etwas Besonderem sind, möchte ich Ihnen diese beiden Modelle noch vorstellen:



Foto von MiaCara


Das ist ein Hundebett für die lieben Kleinen, das den Namen "Möbel" wirklich verdient. Mit einem Rahmen aus Holz (Eiche, Esche oder Nussbaum) und einem losen innenliegenden Kissen hat "Covo" einen eigenständigen Charakter. Ich denke, dass auch Miez das mögen könnte. Mir gefällt dieser Entwurf von Uta Cossmann sehr.






Und da das Beste bekanntlich zum Schluss kommt, hier nun das Modell "Letto" :


Foto von MiaCara



Es ist optisch leicht, hat eine ganz klare Linienführung, ohne unterkühlt oder einfallslos einfach eckig zu sein, die Materialien sind langlebig, die Farben gut aufeinander abgestimmt.

Das gefällt nicht nur mir, der German Red Rot wurde 2015 für dieses Modell verliehen.

Gut gemacht, Gerd Couckhuyt!


Modell "Kalle" ist übrigens unschlagbar gut für diesen Job geeignet. Ich glaube, es gibt keine Schlafstätte, die nicht gemütlich aussieht, wenn er darauf liegt.


Sie finden auch bei MiaCara noch weitere Modelle, ebenso Spielzeug, Leinen etc.








Was ich mir wünsche, ist, dass der normale Zoofachhandel sich mehr bewegen würde. Es ist bedauerlich, dass die gestalterische Kluft zwischen "normal" und "exklusiv" so gigantisch groß ist. Wenn ein großer Hersteller für Tierbedarf "Design" auf etwas draufschreibt, ist es meist das gleiche häßliche Modell, nur in Pink und mit Blumenmuster. Hauptsache, es kostet in der Herstellung fast nichts.


Ja, ich weiß, das ist bei vielen anderen Dingen auch so, aber ich finde das trotzdem bedauerlich. Auch wenn hierzulande gute Gestaltung keine Lobby hat, zweifle ich doch daran, dass der Großteil unserer Gesellschaft wirklich so gepolt ist, dass es nur darum geht, möglichst viel Zeug für möglich wenig Geld zu erstehen.

(Und jetzt streife ich wieder ein Thema, das allein einen ganzen Blog füllen kann.)



Mir fehlen außerdem ein paar schlichte Baumwollbezüge. Eine kräftig gewebte Baumwolle (z.B. Jeans) kann auch eines vertragen und manche Hunde (meine jedenfalls) mögen das Material lieber als den toughen Polystoff. Außerdem lassen sich Haare viel leichter entfernen, da sich das Material nicht elektrostatisch auflädt.


Und ja: denkt auch an die großen Lieblinge: die Barsoi, die Doggen, die irischen Wolfshunde, die Afghanen und die, die gerne zusammen kuscheln.










Sollte bei all der schönen Auswahl nichts für Sie dabei sein: ich entwerfe Ihnen gerne ein "Körbchen" für Ihren Liebling, rufen Sie mich einfach an.

Mein Versprechen, dass ich den Betrag, den ich Ihnen dafür in Rechnung stelle, als Spende an die Windhundhilfe, weitergebe, gilt natürlich immer noch:

Life is better at the beach.




Und nun nehme ich meine beiden Racker und gehe spazieren..

In diesem Sinne tierische Grüße

Ihre

NIC








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