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Sauber!

Aktualisiert: Jan 5

Über das Reinigen von schönen Dingen: Textiles




Recht häufig werde ich nach dem richtigen Umgang mit Heimtextilen gefragt. Darum habe ich hier die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.



Zunächst ein paar generelle Dinge und etwas aus dem Nähkästchen:


Ich wasche fast alles selbst. No risk, no fun. Die meisten Textilien können einen Waschmaschinengang vertragen. Dass auf dem Schildchen mit der Waschanleitung steht, Sie sollen es chemisch reinigen lassen, hat etwas mit der Gewährleistung zu tun. Man hat schlechte Erfahrungen gemacht, wenn "waschen" draufsteht. Dann wird ein zu großes Stück Textil in die Waschmaschine gequetscht, üppig Waschmittel dazugegeben, der Knopf auf 60 Grad gedreht ordentlich geschleudert, weil man sonst nicht weiß wohin mit dem großen, tropfnassen Stück Stoff.


Das geht natürlich nicht gut und man möchte einer Auseinandersetzung wegen falsch gewaschener Textilien aus dem Weg gehen, darum oft der Verweis auf die Reinigung.


Ein Schildchen mit der Zusammensetzung und der Waschanleitung finden Sie immer: wir haben das Textilkennzeichnungsgesetz und das gilt nicht nur für Kleidung. Bei einem Vorhang sitzt es üblicherweise hinten am Kräusel- oder Faltenband, bei einem Sofa in einer Naht am Rücken (von innen, natürlich, das will man ja nicht sehen). Machmal auch hinten unten am


Ihre eigene Sammlung anlegen.

Tipp am Rande: legen Sie ein kleines Stückchen des Stoffes an die Seite. Ihr Raumausstatter hat garantiert ein Reststück von der neuen Gardine oder dem Sofabezug. Wenn Sie ein neues Sofa kaufen, bitten Sie um eine Stoffprobe, z.B. aus der Musterkollektion. Das ist zum einem hilfreich, wenn Sie Farben abgleichen wollen*, und es ersetzt auch die berühmte "unauffällige Stelle", an der man einen Reinigungsvorgang ausprobieren soll.


(*Ich habe von allen Stoffen, Farben und - wenn handlich - Materialien eine Probe in einem kleinen Karton. Der begleitet mich immer auf Reisen. Man weiß ja nie, wo einem etwas Hübsches für's Heim über den Weg läuft.)



Gardinen und Vorhänge


Natürlich hängt es davon ab, aus welchen Material sie gemacht sind.

Eins haben sie aber gemeinsam: Staub mögen sie alle nicht. Es mag sich profan anhören, aber Sie halten die Stoffe deutlich länger schön, wenn Sie sie regelmäßig von Staub befreien. Der ist nämlich recht aggressiv und kann empfindliche Fasern wie Seide angreifen, das kann sogar Löcher geben.

Nehmen Sie Ihren Staubsauger und stellen Sie ihn auf die geringste Stufe, dann gehen Sie mit der Bürste vorsichtig über den Stoff. Sachtes Ausschütteln hilft auch.


Ein Schleuderstab vermeidet, dass man die Vorhänge direkt anfasst, um sie zu bewegen. Auch dies klingt banal, aber da wir immer etwas Fett an unseren Händen haben, zeigt sich das natürlich auch an der Stelle, an der man den Vorhang greift, um ihn zu bewegen. Ein bisschen Selbstdisziplin - auch aller anderen Bewohner (nicht wahr, meine Herren?) des Hauses sorgt dafür, dass deutlich weniger gewaschen werden muss.



Baumwolle


Viele Gardinen und Vorhänge sind aus Baumwolle. Die kann problemlos in die Waschmaschine, aber sie wird einlaufen. Wenn Sie einen pfiffigen Raumausstatter hatten, hat der vorgesorgt und eine sogenannte Waschfalte eingearbeitet. Die sitzt direkt unter dem Köpfchen und kann nun ausgelassen werden. Ich lasse alternativ gerne den Saum dreifach nähen, dann ist dort die Reserve.


Waschen Sie auf jeden Fall kalt (nicht mehr als 30 Grad) und programmieren Sie auf Schon-/Feinwaschgang mit sehr wenigen oder am besten gar keinen Schleudertouren, das Bügeln wird danach deutlich einfacher. Hängen Sie die Gardine dann möglichst lang auf: oben am Köpfchen und unten am Saum und nicht mittig über der Wäscheleine werfen. Sonst haben Sie nämlich einen sehr schwer wegzubügelnden Knick in der Mitte. Der Trockner ist tabu!


Gardinen werden nicht so beansprucht wie Kleidung - Flecken sind in der Regel nicht darin. Hauptsächlich Staub und eventuell Gerüche, so dass Sie mit einem Schonwaschgang gut zurechtkommen werden. Das regelmäßige Entstauben trägt deutlich dazu bei, dass die Stoffe nicht so oft in die Wäsche müssen. 


Leinen und Mischgewebe


Das gilt natürlich auch für Leinen und Mischgewebe. Letztere sind weniger bügelanfällig, aber ganz ohne wird es nicht gehen. Bei Mischgeweben kann es vorkommen, dass sie unterschiedlich einspringen. Wenn zum Beispiel der Kettfaden aus Synthetik, der Schussfaden aber aus Baumwolle ist, wird der Stoff eher in der Breite und weniger in der Länge einlaufen.




Synthetische Stoffe


Synthetische Stoffe sind einfacher zu handhaben. Rein in die Waschmaschine (natürlich sanft!) und gut ist. Ein bisschen mit dem Bügeleisen drüberhuschen reicht hier in der Regel schon. Auch trocknen sie schneller und laufen nicht so viel ein (100% davor gefeit sind sie dennoch nicht). Dafür müssen sie öfter in die Waschmaschine, denn Kunststoffe ziehen den Staub magisch an, da sie sich elektrostatisch aufladen. So entsteht der berühmte Grauschleier und da hilft auch ausschütteln und staubsaugen nicht mehr.



Lassen Sie vom Fachmann bügeln.


Wenn Sie sich nicht herumquälen möchten - denn um das Bügeln werden Sie nicht herumkommen - geben Sie Ihre Vorhänge zum Fachmann/zur Fachfrau. Dort gibt es spezielle, größere Waschmaschinen und Bügeltische, die das Prozedere deutlich vereinfachen. Und sollten die Gardinen tatsächlich eingesprungen sein, wird dort auch gleich der Saum oder die Waschfalte ausgelassen. Auch um das Aufhängen müssen Sie sich nicht kümmern, was für viele Menschen eine echte Quälerei ist -  weil man es eben nicht so oft macht, fehlen einem hier die geübten Fachgriffe. Ja - das kostet. Aber das Ergebnis wird es das wert sein und Sie können in der Zeit etwas anderes tun.


Seide


Nichts hat so einen schönen Lüster wie Vorhänge aus Seide. (Ja, es gibt inzwischen auch Kunstfasern, die ihn so gut nachmachen, dass man sie anfassen muss, um tatsächlich einen Unterschied festzustellen.)

Um den empfindlichen Stoff zu schützen, wird er mit einem Futter hinterlegt, das in der Regel aus Baumwolle oder einem Baumwollgemisch ist. Das UV-Licht der Sonnenstrahlen würde sonst Löcher in den edlen Stoff hineinbrennen.


Wenn Sie sich diesen Luxus gegönnt haben - und Sie werden es lieben - bedarf es auch der etwas anspruchsvolleren Pflege. Irgendwann ist es mit dem Staubentfernen nicht mehr getan und eine Reinigung ist angebracht (Das sollten Sie nicht jedes Jahr tun. Wie schon gesagt: entstauben ist Pflicht, und da die Stoffe nicht getragen werden, hält es sich mit der Ansammlung von Schmutz im Rahmen. Schöner werden Stoffe durch's Waschen nämlich nicht.)


Besser vom Experten machen lassen.


Rufen Sie eine Fachfrau oder einen Fachmann. Seide ist empfindlich und teuer - Sie sollten keine Experimente wagen, da bin sogar ich vorsichtig.

Natürlich könnten Sie die Vorhänge auch einfach in die chemische Reinigung Ihres Vertrauens bringen, aber das Futter und die Seide werden sich unterschiedlich verhalten. Es wird sicher notwendig sein, die Längen anzupassen. Auch werden das Bügeln und Aufhängen von einem Raumausstatter/einer Raumausstatterin eher mit dem notwendigen Know-How und Liebe ausgeführt.


Liebe? Es ist ein Unterschied, ob Vorhänge "an die Fenster geklatscht" oder mit Sinn und Verstand und einer Portion Liebe aufdekoriert werden. Man sieht einfach, ob da jemand ein Händchen für Details hat (das gilt im Grunde für alle handwerklichen Berufe). 










Polstermöbel


Es gibt grundsätzlich zwei Varianten von Polstermöbeln: die festbezogenen und die mit abnehmbaren Bezügen oder Hussen/Houssen. Wenn Sie ein Sofa von einem italienischen Hersteller haben, ist der Bezug sehr wahrscheinlich abnehmbar. Das ist dort einfach üblich und erleichtert einen Neubezug deutlich. Fassen Sie unter das Sofa - wenn Sie am Gestell ein Klettenband* spüren, können Sie den Bezug herunternehmen. Sind dort Tackerklammern, ist es festbezogen. 

(*Es gibt auch Keder, die in den Holzrahmen eingelassen werden. Das ist nicht so leicht zu erspüren und der lässt sich auch nicht so einfach lösen.)

Aber auch bei deutschen Fabrikationen können Sie manchmal wählen. Meist ist das mit einem kleinen Aufpreis verbunden, da es mehr Arbeit bei der Fertigung bedeutet. Fragen Sie nach - die Option wird gerne vernachlässigt, obwohl sie im Angebot ist.




Houssen / Hussen


Ein wechselbarer Bezug hat natürlich ein paar unschlagbare Vorteile: Sie können ihn abnehmen und reinigen lassen oder bei Bedarf einen neuen kaufen. Einen kleinen Dämpfer habe ich hier aber leider für Sie: das ist nicht so leicht wie Bettenbeziehen.


Wenn man das zum ersten Mal macht, kann das in schweißtreibenden Sport ausarten, denn Sie haben eine Menge Material, das an die richtigen Stellen bewegt und gestreichelt werden will; manchmal muss man die Armlehnen abschrauben oder einen anderen Trick kennen, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

In der Regel wird man Ihnen aber dort, wo Sie das Sofa gekauft haben, auch Hilfe beim Beziehen mit einem neuen Stoff anbieten.


Lose Hussen sind da viel leichter zu bewegen, aber sie haben ein sehr lässigen Look, der sich bei uns einfach nicht durchgesetzt hat. Eine Husse ist extra ein bisschen zu groß, damit man sie leichter aufziehen kann. Es sieht immer ein bisschen "unordentlich" aus. Das wird auch ein Grund sein, warum Sie bei einem Sofa, das hier produziert wurde, sehr wahrscheinlich einen festen Bezug haben, das sitzt einfach akkurater.


Wenn Sie den Bezug nun heruntergefummelt haben, sollten Sie ihn in die Reinigung bringen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er in Ihrer Waschmaschine einläuft (wenn er überhaupt hineinpasst) und nachher nicht wieder auf's Sofa aufzubringen ist, ist einfach zu groß, als dass Sie einen Waschmaschinengang riskieren sollten. Auch in der Reinigung kann er ein bisschen einspringen, aber das kann man mit ein bisschen Geduld und dem Wissen, wo man einen Stoff ziehen kann, wieder ausgleichen.


War das jetzt ein Widerspruch zu dem, was ich eingangs schrieb? Ich kann Ihnen ja schlecht raten, das gleiche Risiko einzugehen wie ich. Das ist beim mir auch schon eimal schiefgegangen. Trotz großer Waschmaschine und Waschmittel für Sensibelchen.




Sofas mit festen Bezug


Bei einem festen Bezug haben Sie nicht so gute Karten.

Auch hier gilt als erstes wieder: Staub entfernen. Bitte lachen Sie nicht, weil das so simpel klingt, aber ist immer die erste Maßnahme und die erzielt ein gutes Ergebnis.



Shake it, Baby!


Ebenso - und auch das mag zunächst merkwürdig klingen - schütteln Sie die Kissen!

Dadurch entfernen Sie zwar keine Flecken, aber ein Polstermöbel sieht um Längen besser aus, wenn die Kissen nicht so schnodderig zusammengedrückt in ihren Sitzen hängen und der Stoff gerade gezogen ist.


Die meisten Füllmaterialien haben das auch richtig gerne und Sie erhöhen so die Langlebigkeit des Sitzkomforts. Bei Daunen ist "shake-it-Baby" unerläßlich, da sie sonst verkleben und irgendwann nur noch ein harter Klumpen im Kissen ist. Auch Füllstoffe, wie z.B. Rhombo-Fill, die das Sitzgefühl von Daunen nachahmen, aber synthetischen Ursprungs sind, freuen sich über regelmäßiges Klopfen. Charmanter Nebeneffekt: Sie werden den vermissten Ohrring wiederfinden.



Frühjahrsputz für das Sofa


Sie können Ihrem Sofa auch eine "Jahres-Grundreinigung" verpassen, indem Sie es mit Natronpulver bestreuen, das einwirken lassen (ca. 2 Stunden) und danach gründlichst absaugen. Dann sind die Kissen auch garantiert wieder fluffig.



Hilfe, Rotwein!



Wenn nun der berühmte Rotwein umkippt (das ist das, was ich immer zuerst gefragt werde, als wären wir ein Volk von Rotweintrinkern), sollten Sie so schnell wie möglich ein saugendes,  weißes Tuch auflegen.



Legen Sie sich zwei, drei weiße Frotteetücher dafür an die Seite (weil man sie dann natürlich nie benötigt.) Es geht natürlich auch ein Papiertuch, aber das ist so schnell überfordert. Außerdem fusselt das gerne und dann muss man anschließend mühselig die Papierfetzchen entfernen.





Ein gefärbtes Tuch ist nicht ratsam, da der Gerbstoff im Rotwein die Farbpigmente lösen kann und dann haben Sie Rotwein und Farbstoffe im Sofa. Gewaschen sollten sie auch schon sein, weil sie sonst nicht sehr aufnahmefähig sind.

 



Alle Polsterstoffe sind ausgerüstet, so dass der Rotwein zunächst abperlt und einen Moment braucht, bis er in die Faser vorgedrungen ist. Je schneller Sie handeln, desto wahrscheinlicher ist es, dass kein Fleck zurückbleibt. Tuch drauf, saugen lassen, neues Tuch, nochmal saugen lassen - bis die Feuchtigkeit verschwunden ist.

(Das gilt natürlich auch für Kakao, Cola, Kirschsaft etc.)


Sie können auch den Fleck mit Mineralwasser verdünnen und anschließend wegtupfen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie den Fleck nicht nur weiter ausdehnen und auf dem Stoff herumrubbeln, sondern ihn gezielt abtupfen (vielleicht sollten Sie nicht nur zwei, drei  weiße Frotteetücher im Schrank haben, sondern zehn.)



Weißwein gegen Rotwein?


Rotwein mit Weißwein zu behandeln, ist keine gute Idee. Der wird besser getrunken. Auch mit Salz sollten Sie umsichtig umgehen. Das saugt zwar, muss aber auch wieder fix herunter, da es sonst die Farbe vom Stoff mitauflösen könnte.


Wenn Sie aber so schnell kein Tuch greifbar hatten oder die Party einfach zu gut war und der Fleck nun drin ist, machen Sie bitte Folgendes:


Sie können den Fleck mit ungefärbten Glasreiniger behandeln. (Der muss wirklich klar sein, sonst haben Sie nachher zwar keinen Rotweinfleck mehr, dafür aber einen blauen Galsreinigerfleck). Oder mit Zitronensaft (nicht Zitronensäure). Die löst einen alten Fleck wieder an, dann können Sie ein bisschen Salz darauf streuen und das Ganze dann absaugen. Ein Nass-Sauger ist hier wirklich eine große Hilfe, weil die gelösten Stoffe sonst Gefahr laufen, in das Polster hineingerieben zu werden.

Bitte testen Sie das an einer unauffälligen Stelle. Je nach Material kann es immer passieren, dass sich die Farbe des Polsterstoffes löst.



You drink coffee, I drink tea my dear


Kaffee ist auch so ein Bösewicht, da sich auch Gerbstoffe darin befinden. Wie immer gilt: je schneller gehandelt wird, desto geringer ist der Aufwand und desto größer ist der Erfolg. Gehen Sie wie beim Rotwein vor.


Und wenn es ein Milchkaffee war, haben wir nun auch noch Fette und Eiweiße im Stoff.


Backpulver, Natron, Waschsoda können hier helfen. Gegen das Fett in der Milch helfen Gallseife und Waschbenzin. Und auch wieder der klare Glasreiniger. In Spülmittel sind ebenfalls fettlösende Substanzen enthalten, aber den Schaum bekommen nicht wieder gut aus dem Polster heraus, daher ziehe ich die anderen Methoden vor.







Schoko-Schock


Der Klassiker: Schokolade.

Ich kenne Dutzende Haushalte, die beim Einzug des neuen Sofas Abstinenz versprachen. Kein Essen im Wohnzimmer!

Da wir uns aber im wirklichen Leben befinden, gibt es natürlich doch Schokoflecken.




Wenn Sie die Reste vorsichtig mit einen Löffel oder der Rückseite eines Messers entfernt haben, geht es an die Fettbeseitung. Waschbenzin hat sich bewährt. Tupfen, bis die Schoki sich löst und das am besten bei geöffnetem Fenster. Ich ziehe das vor, weil sich das Benzin quasi in Luft auflöst und nicht die ganze Feuchtigkeit in das Polstermaterial einziehen kann, 



Kaugummi


Kaugummi ist auch ein Lieblingsfleck. Hier hilft vereisen (mit Eiswürfeln aus dem Kühlschrank z.B.) und dann vorsichtig abkratzen.



Haustiere


Wenn ein Welpe bei Ihnen eingezogen ist, kann es schon mal zu Urinflecken kommen. (Und weil ich es nicht lassen kann: ein Welpe darf gerne älter als die üblichen 8 Wochen sein, bevor er umzieht. Er lernt in vier Wochen noch so viel von seiner Mutter - das können wir ihm gar nicht beibringen - und wird ein ausgeglichenerer Hund werden. Das mit der Stubenreinheit ist dann auch schon erledigt. Und natürlich werden Sie ihm immer noch alles beibringen können, was er braucht. Niedlich und verspielt sind sie mit 12 Wochen auch noch. Für Sie selbst bedeutet ein etwas älterer Welpe viel weniger Stress.)

Auch ein Hund aus dem Tierschutz muss sich erst bei Ihnen eingewöhnen. Oder ein Senior-Kätzchen ist nicht mehr ganz dicht ... und natürlich kann kleinen Menschenkindern auch mal ein Missgeschick passieren. 



Jetzt ist Schnelligkeit entscheidend:


Aufsaugen, was nur geht - denn anders als bei Kaffee dringt auch ein sehr unangenehmer Geruch in die Faser und schlimmstenfalls in die Polster. Das kann Haustiere - besonders Katzen - dazu animieren, an gleicher Stelle noch einmal "nachzulegen". Abgesehen davon, dass ein widerlicher Geruch nicht förderlich ist, sich zuhause wohl zu fühlen. 


Gehen Sie mit Essigreiniger oder Zitronensaft nach. Nehmen Sie unbedingt den Bezug vom Kissen herunter und behandeln Sie auch das Polster. Im Zweifelsfall - oder je nach Größe des Malheurs - bringen Sie das Polster in eine professionelle Reinigung.


Meiden Sie heißes Wasser - das bringt die Eiweißbausteine im Urin nur dazu, sich richtig tief einzunisten.





Tierhaare


Apropos Tiere: Haare sind auch so ein Übel. Unsere Miezekatzen haben üppigst damit dekoriert und auch unsere Hunde sind nicht geizig damit, ihr seidenweiches Fell im ganzen Haus zu verteilen.

Hundehaare sind leichter zu entfernen als Katzenhaare, meistens reicht hier der Staubsauger. Katzenhaare jedoch sind mit kleinen Widerhaken ausgestattet, die sich richtig schön im Gewebe verankern können.



Reiben Sie mit Gummihandschuhen über die Kissen. Die Haare laden sich auf und rollen sich zusammen, so kann man sie leichter entfernen.

Auch ein Abzieher, den Sie zum Fensterputzen nutzen, leistet hier gute Arbeit. Es funktionieren auch die Klebeband-Fusselbüsten, aber ich mag nicht so viel Müll beim Entfusseln produzieren, daher ziehe die anderen Methoden vor.


Schlichte, glatt gewebte Baumwollstoffe - also ein recht simples Gewebe - eignet sich meiner Erfahrung nach am besten für Tierhalter. Die Haare lassen sich am leichtesten davon entfernen, weil sich der Stoff nicht auflädt und keine Strukturen das Haar festhalten. Ausserdem laden glatte Stoffe nicht so zum Krallenwetzen ein.


Übe die Wahl von Polsterstoffen schreibe ich gesondert - das ist ein weites Feld.



Kakao, Saft, Tee


Bei anderen Flecken wie Kakao, Saft oder Tee verhält es sich so wie schon oben genannt. Im Grunde unterscheidet man zwischen Fett, Eiweißen und Farb- und Gerbstoffen.



Unterschreiben Sie hier! Kuli- und Filzschreiber


Richtig übel sind Kuli- und Filzschreiber.

Nagellackentferner mit Aceton oder reiner Alkohol aus der Apotheke sollen helfen - aber persönlich habe ich noch keinen großen Erfolg damit verbuchen können. Möglicherweise war ich zu vorsichtig, denn diese Mittel greifen natürlich auch das Gewebe an. Auch die Fleckenteufel, die man im Supermarkt kaufen kann, versprechen Hilfe, aber speziell diese haben mich schwer enttäuscht.

Wenn Sie ein Supermittel wissen: ich freue mich über eine Information!




Sollte das alles nicht geholfen haben und Sie sind auf der Suche nach neuen Gardinen oder einem neuen Sofa und wünschen Unterstützung - rufen Sie mich an.



Blitzblanke Grüße

Ihre

NIC








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